Kunsthistorisches

#impressMUC

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Am Mittwoch durfte ich an meinem ersten TweetUp als ‚KultKatze‘ in München teilnehmen und dabei gleich tatkräftig meine Kommilitonen unterstützen. Mit dem vielsagenden Hashtag #impressMUC lockten die Teilnehmer des Seminares ‚Digitalen Storytelling im Museum‘ unter der Leitung von Tanja Praske in die Neue Pinakothek München. Eine Hand voll Blogger und Kunstliebhaber nahmen am Event teil und ließen sich von den Studenten durch die Daueraustellung führen.

Was ist ‚Digital Storytelling‘?

Diese Frage werden die Studenten vermutlich schon wochenlang in ihrem Seminar diskutiert haben. Ich möchte an dieser Stelle keine exakte Definition des Begriffes vornehmen, sondern einfach kurz einen Einblick geben, wie Storytelling beispielsweise anhand eines Gemäldes funktionieren kann.

Wie der Begriff schon vermuten lässt, geht es in erster Linie um das Erzählen einer Geschichte. Ein Gemälde hat oft viele Geschichten zu erzählen, die für einen Besucher jedoch oft auf den ersten Blick nicht greifbar sind. In Büchern oder einem Ausstellungskatalog könnte man an dieser Stelle vielleicht mehr erfahren. Oder es gibt einen guten Vermittler, der diese Story in den Raum trägt.
Nun könnte man denken, dass diese Rolle in einem klassischen Rundgang bereits von einem Führer übernommen wird, der einem die Fakten und Hintergrundinformationen vermittelt. Doch Storytelling ist so viel mehr, als ein Frontalvortrag.

Transmedia ist das Stichwort

Videos, Fotos, GIFs – im digitalen Raum kann ein Kunstwerk in so vielen verschiedenen Medien präsentiert werden. Und genau daran haben die Studenten bei Tanja Praske im Vorfeld getüffelt. Mit verschiedenen Apps, Blogbeiträgen und Posts auf mehreren sozialen Plattformen, wie Twitter und Instagram haben die #digKV ler versucht Werke des Impressionismus und ihre Geschichten an die digitale Community zu vermitteln. Mit der Zusammenführung all dieser Beiträge entstand dann eine ganz eigene kleine Story, die man im Netz verfolgen konnte.
Krönender Abschluss des Projektes sollte das TweetUp #impressMUC sein, an dem auch Mitlesende auf der ganze Welt via Twitter live dabei sein konnten.

#impressMUC

Das eigentliche Event hat mir absolut Spaß gemacht. Eine schöne gemischte Werkauswahl stellten uns die Studis abwechselnd vor und griffen mit ihren Vorträgen ineinander, wie Zahnräder. Inhaltlich bekamen wir zum einen einige kunsthistorische Fakten. So wurde ‚Die Sünde‘ von Franz von Stuck genutzt, um uns zu zeigen, was der Impressionismus NICHT ist. Dem gegenüber stand dann ein Paradebeispiel der Epoche – Claude Monets ‚Seerosen‘.

Vom Dandy zum Selfie – Infos und Annekdoten von damals und heute lockerten die Stimmung auf und ließen viele Assoziationen herstellen, die mir bei einem normalen Museumsbesuch nie aufgefallen wären.
Mit kleinen Accessoires passend zu den Gemälden wurde das Ganze dann noch zu einem spaßigen Erlebnis. Die einmalige Gelegenheit mich mit Sonnenblumenkranz vor van Goghs Sonnenblumen fotografieren zu lassen, habe ich mir natürlich nicht entgehen lassen.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen

Über 270 Beiträge zum #impressMUC, 55 Teilnehmer und mehr als 82.000 erreichte Personen auf allen Kanälen sind das Ergebnis. Und wie viele davon waren wohl zuvor noch nie in der Neuen Pinakothek? Digital waren sie jetzt auf ein Teil der Story rund um #impressMUC.

Ich bin auf jeden Fall beeindruckt.

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