Kulinarisches

Matcha, mein Freund!

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Meine erste Leckerei in der Rubrik ‚Kulinarisches‘ kommt aus einer meiner Lieblingsküchen – der Japanischen. Na ja, fast. Denn ursprünglich stammt diese Art der Teezubereitung, um die es hier gehen soll, aus dem China des 6. Jahrhunderts. Aber auch die Japaner fanden schnell ihre Vorliebe für das Pülverchen. So sehr, dass der Teemeister Sen no Rkyu im 16. Jahrhundert es zum Mittelpunkt seiner Teezeremonien machte, eine Tradition, die auch heute noch in Japan gepflegt wird.

Was ist denn dieses grüne Pulver?

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Wem Matcha noch nicht unter diese Nase gekommen ist, der fragt sich sicher schon, wovon ich hier eigentlich rede. Bei Matcha, zu deutsch ‚gemahlener Tee‘, handelt es sich um Grünteeblätter (meist Sorte Tencha), die zu einem sehr feinen Pulver gemahlen werden. Innerhalb der bereits genannten Japanischen Teezeremonie werden 1-2 gramm des intensiv grünen Pulvers in eine Matchaschale gegeben, mit heißem Wasser übergossen und mit einem Bambusbesen, dem sogenannten Cha-Sen aufgeschlagen.

In Japan ist Matcha Kult und zwar weit über die klassische Teezubereitung hinaus. Das leicht herbe Pulver findet inzwischen Verwendung in Milch- und Fruchtgetränken, wie Matcha-Latte oder Smoothies. Besonders beliebt ist Matcha-Eiscreme oder Softeis. Diese Trends sind seit einigen Jahren auch bei uns in Deutschland angekommen. Viele Teegeschäfte haben Matcha in ihrem Sortiment, Eisdielen experimentieren mit Matcha-Eis.

Ausprobieren!

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Auch in der eigenen Küche lohnt es sich dem Pülverchen eine Chance zu geben. In Desserts oder Gebäck kann Matcha den besonderen Kick geben, nicht nur wegen seiner Farbe. Oder wie wäre es mit einem eiskalten Joghurt-Minze-Matcha-Shake, um sich an warmen Sommertagen zu erfrischen?

Genau so einen werde ich mir nun gönnen und sage Prost – schön, dass es Matcha gibt!